Foto aus der Theater-Aufführung "Der kleine schwarze Fisch" von Glanzstoff – Akademie der inklusiven Künste. Zwei Personen in schwarzen Kostümen schauspielern vor einer grünen Kulisse. Eine Person sitzt im Rollstuhl.

Inklusives Schauspielstudio

Wuppertaler Bühnen und Glanzstoff machen Menschen mit Behinderung zu professionelle Schauspieler*innen

Seit rund einem Jahr machen Menschen mit Behinderung in Wuppertal eine Schauspielausbildung. Dafür arbeiten die Wuppertaler Bühnen mit dem Verein Glanzstoff – Akademie der inklusiven Künste, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, zusammen. Dieser macht seit zehn Jahren Theaterarbeit mit Menschen mit Behinderung. Das inklusive Schauspielstudio ist zwar keine offizielle Schauspielschule mit einem anerkannten Abschluss, aber die Auszubildenden arbeiten praxisorientiert auf ihre Qualifikation hin und bekommen Bühnenreife vermittelt. Ziel ist, dass sie nach der Ausbildung als professionelle Schauspieler*innen tätig werden können.

Normalität schaffen

Nur wenige Regisseur*innen besetzen Rollen in ihren Theaterstücken mit Menschen mit Behinderung. Die Wuppertaler Bühnen und Glanzstoff wollen das ändern: Sie wollen, dass es normal wird, dass Menschen mit Behinderung auf der Bühne stehen und sie eine Schauspielausbildung machen können. Schauspieler*innen mit Behinderung sollen in Ensembles gleichberechtigt mit Schauspieler*innen ohne Behinderung spielen. Um das zu erreichen, werden die Auszubildenden des inklusiven Schauspielstudios drei Jahre professionell qualifiziert. Sie erhalten Unterricht in allen schauspielrelevanten Bereichen, zum Beispiel Sprecherziehung, Körpertraining, Stimmbildung oder Szenenstudien. Daneben stehen sie regelmäßig auf der Bühne und arbeiten mit Schauspieler*innen der Wuppertaler Bühnen und Schauspielstudierenden zusammen. Das NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft und das NRW-Kultursekretariat fördern das inklusive Schauspielstudio im Rahmen des Programms „Neue Wege“.

 

© Uwe Schinkel